Donnerstag, 26. Oktober 2023
Aus einer Korrespondenz
Am Donnerstag, 26. Okt 2023
Bitte hier.
Ich möchte Ihnen eine kurze Anekdote erzählen. Als ich 15 war, kam ich von der Schule nach Hause. Meine Mutter, eine Holocaust-Überlebende, stand in der Küche. Sie sah mich an und sagte: “Weißt du was, Lizzie? Auschwitz war voll mit optimistischen Juden. Es war ein Lager der Optimisten.” Und ich dachte nur bei mir: Oh, nicht schon wieder, die Frau ist verrückt! Also bin ich in mein Zimmer gegangen, und meine Mutter kam hinterher. Sie sagte: “Alle pessimistischen Menschen haben Deutschland früh genug verlassen. Du solltest dein Leben lang Pessimistin sein.” Bis vor einigen Tagen hatte ich das völlig vergessen. Und plötzlich kam es mir wieder in den Sinn: Ich sollte pessimistisch sein. Denn wenn der Tag da ist, die Koffer zu packen, um dieses Land zu verlassen, dann will ich ihn nicht verpassen. Israel bewegt sich in die falsche Richtung. Nicht erst seit einer Woche, sondern seit 20 Jahren. Ich habe Bücher darüber geschrieben, über 1973 und über die Notwendigkeit, Frieden zu schließen mit den Palästinensern. Aber es wurde nicht gehört, und meine Bücher werden in Israel nicht mehr gedruckt. Also wenn Sie mich fragen: Wird die Situation eskalieren? Dann sage ich: Das passiert längst.
[...]
1.
Du schicktest mir einen Text, in dem das Wort "Auschwitz" vorkam. Ich antwortete, dass mir der Text und die scheinbar beiläufige Einstreuung des Wortes nicht gefiel. Deine Antwort war: Auschwitz sei nicht das Thema das Textes, sondern die Gefahr gewaltbereiter Migranten in Deutschland. Meine Antwort ist: a) Der Migranten-Kontext ist unhaltbar, und b) Auschwitz gibt es nicht als Nebenthema.
2.
a) Zum Anekdoten-Text: Was heißt "Thema verfehlt“? Es braucht Phantasie, um den Kontext außerhalb der aktuellen Anlässe in Gaza zu verorten. Der Text stammt aus einem Interview mit Lizzie Doron aus der Druckausgabe der FAZ, nicht der SZ, vom 11.10.23. Hier
Er bezieht sich unmissverständlich auf Israel, die laufenden militärischen Auseinandersetzungen und die politischen Verfehlungen, die dazu geführt haben. Das Thema gewalttätige Migranten in Deutschland wird mit keiner Zeile auch nur angedeutet, ich kann mir deine Kontextualisierung nur dadurch erklären, dass dich das Thema gerade umtreibt.
3.
b) Auschwitz als politisches Druckmittel, als uneinlösbare Hypothek und diskursives Paradigma ist allgegenwärtig und immer der konsequenteste, globale Protagonist einer Erzählung, in der es vorkommt. Es gibt kein Epos, keine Anekdote, keine Festrede und keine Kunstform, in denen DAS Synonym des Holocaust zur Beiläufigkeit, zum Hintergrund verkommt, ohne dass der moralische Appell seine volle Wirkung erzielt und die Handlung durchleuchtet bis überstrahlt. Als politischer Entscheider arbeitet es praktisch als Selbstläufer. Nimm den von dir behaupteten Kontext:
Das Problem mit gewaltbereiten Migranten haben wir seit Mitte der achtziger Jahre. Kritisch wurde es schon ab Mitte der Neunziger. Betroffene* kennen die Korrelation zum islamischen Glauben nur zu gut: Anfangs waren es überwiegend entwurzelte Nachkommen türkischer Einwanderer, seit dem „war on terror“ kommen diese Leute gerne aus der Peripherie des Mittleren Ostens (*über betroffen oder nicht entscheidet gern die Wohngegend, über die Geld entscheidet). Die Leugnung des Problems hat bemerkenswerte Blüten getrieben: Jeder kritische Hinweis auf Gewaltpotential oder kulturelle Unvereinbarkeiten wurde jahrzehntelang politisch rechts verortet, tausende Kritiker als Nazis und Rassisten diffamiert (und durch diese Zuschreibung entweder verstummt oder in die Arme echter Rassisten getrieben, die ihnen eine Plattform boten!), das Problem nie angegangen. Migrantische Gewalt gegen Deutsche hat keine Sau gejuckt (der umgekehrte Fall hingegen sehr), solange sie nicht in die Wohngegenden politischer Entscheider drang, oder an die Institutionen, an denen ihr Nachwuchs ausgebildet wurde.
Das Problem staut sich über Jahrzehnte, Hinweise auf sich bildende Parallelgesellschaften wurden ausgesessen, mit Pegida, Sarrazin u.Ä. assoziiert. Der reaktive Alltagsrassismus wuchs, die Rechte radikalisierte und organisierte sich, weite Teile der Bevölkerung neigten sich von der politischen Mitte nach rechts und ermöglichten das Aufkommen der AFD. Da war er wieder, der hässliche Deutsche - eine gigantische Abgrenzungs- und Profilierungsvorlage für zwei Generationen nachrückender Politiker, die sich selbst und ihre Agenda als einzig gangbaren („Mittel“-) Weg zwischen gefährlichen Radikalen von links und rechts empfahlen. Eine Auseinandersetzung mit den politischen Ursachen des Problems fand und findet nicht statt; man ließ zwischen den Zeilen ein zuverlässig wiederkehrendes, spezifisch „deutsches“ Problem erahnen; das ewig braune Rudiment. Man veranstaltete teure, „antirassistische“ Seminare (an denen irgendwer verdiente), schuf "Beauftragtenstellen" für antidiskriminierende Berufsbetroffene. Ansonsten eher mittelmäßige bis untalentierte Autoren, Journalisten und Künstler konnten ihre Karriere merklich ankurbeln, wenn ihre Arbeit nur die Botschaft transportierte, jeder sei ja eigentlich ein Rassist, und Rassismus zu leugnen, beweise ihn ja gerade.
Nun aber, wo diese Migranten den Tod jüdischer Zivilisten bejubeln, will man auf einmal das Problem erkannt haben, und die MdBs, die sich bislang gegen rechts profiliert und als Bewahrer von Anstand, Demokratie und Freiheitlichkeit haben feiern lassen wie Figuren aus Superheldencomics, fordern offen das, was Parteien wie die AFD seit Jahren fordern: Schnellere Abschiebung, Verringerung von Einwanderung, Kürzung von Sozialleistungen. Plötzlich gilt es als legitim und aufgeklärt, die hiesige ‚freiheitliche‘ Kultur jener gewaltbereiter Migranten (gemeint sind natürlich Moslems, sagt bloß keiner deutlich) als inkompatibel gegenüberzustellen. Huch! Welch Kehrtwende. "Populistisch" ist sowas nur, wenn es die Anderen sagen. - Die Heuchelei ist grenzenlos, sobald Juden - physisch oder rhetorisch - in der Schusslinie sind. Und dabei spielen Auschwitz und das daraus abgeleitete Ethos ('Nie wieder') keine Rolle? 40 Jahre verfehlter Innenpolitik werden über Nacht ins Gegenteil verkehrt, welch gewaltiger Hebel!, weil plötzlich auf deutschen Straßen Juden der Tod gewünscht wird, und mit Auschwitz hat das nichts zu tun? - Und die von dir angeratene Haltung, das "kluge Abwägen, besser rechtzeitig zu gehen und nicht zu bleiben, bis es zu spät ist", das hat - im Zusammenhang mit Juden und Lebensgefahr - nichts von der Dramatik einer Flucht, die, wenn nicht rechtzeitig angetreten, im Lager und mit dem sicheren Tod endet? Nein? Diese Symbolik schwingt hier nicht mit? Wenn du dich dabei nicht verkohlt fühlst - ich mich schon.
(Bitte hier. Besser ist das nicht hinzukriegen)
Daher: Auschwitz ist in der politischen Öffentlichkeitsarbeit kein „Thema“, über das ein Disput entstehen könnte, sondern ein unbedingter Weisungsgeber – ein ubiquitäres Damoklesschwert, das die Hierarchie diskutierbarer Themen gebieterisch ordnet, bevor sie überhaupt angegangen/infrage gestellt werden könnte, und die daraus zu ziehenden Gebote sind immer die gleichen: Wenn Juden - oder Israel - sich in Gefahr wähnen, musst du als Angehöriger des Tätervolkes alle Neutralität molto flott an den Nagel hängen und Betroffenheit aus allen Poren triefen, oder das wenigstens überzeugend vortäuschen. Und wenn jemand "Antisemitismus" schreit, solltest du besser mitschreien (noch besser: Irgendeinen als Antisemiten denunzieren, im Mindesten: mitdenunzieren), um nicht in Verdacht zu geraten, es mit den Antisemiten zu halten. 78 Jahre nach Kriegsende sind wir immer noch ein Volk rückgratloser Denunzianten und Konformisten – unter anderem Vorzeichen. Kein Widerspruch der Werte ist zu bizarr, kein Verrat zivilisatorischer Werte zu unwahrscheinlich, keine präfaschistische Disposition zu evident, wenn es darum geht, jüdisch assoziierten Belangen beizustehen. Egal auf welcher Bühne, ob im Bundestag oder in Talk Shows: Wenn Stichworte aus dem assoziativen Umfeld des Holocaust fallen (es braucht noch nicht einmal den Begriff "Antisemitismus"; dafür reicht in der Regel „Jude“ oder „Israel“), bekommen die Menschen Angst – und dann sagen und tun sie dumme Dinge.
Dieses zähe Missverständnis - die rechte Sühne für die Schrecken des Dritten Reichs sei, Juden bedingungslos bei egal was zu unterstützen - ist das Ethos feuilletonistisch verblödeter, hoffärtig-transgressiver, feige angepasster Bildungsdummköpfe, die sich aus tief verinnerlichter Schuld heraus zum Gatekeeper berufen fühlen, dabei aber ein bequem niedriges Abstraktionsniveau halten, wie es ihrem geringen Verstand eben entspricht (das Ziel, die große Lehre aus dem Holocaust ist und hätte immer sein sollen, Faschismus in all seinen Facetten zu erkennen, bevor er sich durchsetzen kann. Bemerkenswert ist, dass gerade Menschen aus „bildungsferneren“ Schichten den Schwindel besser durchschauen; es ist weder Populismus noch plump, es ist funktionierender Instinkt). Deshalb finde ich es abscheulich, wenn auf dem Hintergrund von Auschwitz Lebensklugheiten beworben werden, und sei es noch so anrührend küchenmutterherzwarm-achweißtdumeinkindig dahingemenschelt: Es läuft immer! darauf hinaus, die vorbehaltlose Zustimmung zu jedem beliebigen jüdisch assoziierten Anliegen zu erneuern. Und wenn es so weit geht, Israel (einen ehemals säkularen Staat, der immer mehr ein Gottesstaat wird) ein "Recht zur Verteidigung" zu attestieren, damit sein Militär Wohnviertel bombardieren darf. - Weißt du: Ein Verhalten anzumahnen, ist so etwas wie eine unverbindliche Empfehlung mit der Andeutung der Möglichkeit einer Sanktion bei Wahl der falschen Option. Auf dem Hintergrund von Auschwitz aber werden keine Verhaltensweisen 'empfohlen', es wird verhohlen gedroht: mit Hinrichtung der öffentlichen Person, d.i. Vernichtung von Ansehen, Karriereverlust (was wirtschaftliche Folgen mit sich bringt), hierarchischer Herabstufung und sozialer Isolation (was psychische Probleme mit sich bringt). Es ist deshalb zynisch und geschmacklos, Auschwitz als Hintergrund in herzwärmenden Geschichten anzubringen, denn was vordergründig mit Sympathien umworben wird, entpuppt sich als ebenso perverser Imperativ wie der, alle Juden zu ermorden. Das ist billige Tugendhaftigkeit für gutsituierte Sonntagsprintmedienabonnenten, die Wohl- und Anstand so unterschieds- wie zwanglos konsumieren, eine Illusion moralischer Entscheidungsfreiheit allemal, wenn diese Geschichtchen sich an das Tätervolk richten:
Man tut so, als gäbe es Deutungsspielräume, als sei das Thema Optimismus und Pessimismus Gegenstand individuellen Abwägens (als gäbe es hier was zu deuten! Erfolg und Misserfolg entscheiden rückblickend darüber, wer Pessimist und wer Optimist war, keine vorangehende Weisheit. Es gibt keine Hellseherei) - als dürfe der Leser entscheiden, ob es nun klug sei, schwarzseherisch und misstrauisch durchs Leben zu gehen oder eben nicht. So ein Humbug! Im Hintergrund schwebt über allem das gravitätisch-monumentale Grauen von Auschwitz mit seiner Lehre: Nie wieder!, die sich in politisch-praktischer Hinsicht auf vorbehaltlose Zustimmung gegenüber jüdisch assoziierten Belangen reduziert, und erzwingt – wie bei dir ersichtlich. – die Sympathie mit dem jüdisch assoziierten „Pessimismus“, der (da schau her) so nachahmenswert ist, weil man, Tada, den gnadenlosen Vernichtungswille der Deutschen unterschätzt habe. Unterstelle ich damit Lizzie Doron eine versteckte, "eigentliche" Botschaft in ihrer Anekdote? Nein: Ich unterstelle ihr, genau zu wissen, dass sich mit dem scheinbar zufälligen Einstreuen der scheinbar hintergründigen Information "Auschwitz-Überlebende" jeder Widerspruch zu ihren Ausführungen (die ich im Übrigen unterstütze) erledigt hat; ihr und jedem anderen, der versucht, jüdische Anliegen - und seien sie israelkritisch! - unter Behuf auf den Holocaust voranzubringen. Wer mit Auschwitz aufwartet, bewirbt Zustimmung nicht, er verordnet sie; Lizzie Doron leiht sie sich aus. Was bleibt übrig von dieser läppischen Küchenanekdote? Ein moralischer Appell, sich mit jüdischem Pessimismus zu identifizieren (und so das Bild von der heimtückischen, deutschen Judenfeindlichkeit zu erneuern) - ein Appell, den du dankbar auf deine Familiengeschichte gemünzt hast. Denn starb nicht auch deine Großmutter, weil sie 'Optimistin' war? – Fühlst du dich mit den jüdischen Toten der Konzentrationslager solidarischer, wenn du das Ende deiner Großmutter mit jenen menschlichen Irrungen parallelisierst, die so viele Juden im Lager enden ließen – weil sie 'Optimisten' waren? Es macht das Herz blind, dieses Spiel aus Scham, Schuld und Sühne.
Das Ende deiner Großmutter hat mit Israel, Auschwitz oder Palästina so viel gemein, als sich auch daraus irgendeine beliebige „Pessimisten und Optimisten“-Erzählung basteln lässt – was man schlechthin mit jeder Erzählung aus egal welchem Lebensbereich anfangen kann, denn das Leben scheidet die Menschen in Erfolgreichere und Erfolglosere, Begünstigte und Benachteiligte, denen man dann in der Façon einer Lebensweisheit die Eigenschaft "Optimist" und "Pessimist" anhängen und sich selbst den Nimbus bescheinigen kann, im Voraus gewusst zu haben, was gut ausgeht und was nicht – wenn einem der Sinn danach steht. Das ist aber ein Wunderglaube. Im Falle Hitlers wusste das auch keiner; manch einer hat etwas geahnt und ist dieser Ahnung gefolgt, und es erwies sich eben als richtige Entscheidung. Es war aber für alle ein Ratespiel mit unsicherem Ausgang. Wer Pessimist und Optimist war, entschied ex post das Schicksal, nicht irgendeine schon vor 1939 feststehende Persönlichkeitseigenschaft der Betroffenen. Auch übermäßige Gewohnheitsvorsicht - das Antecedens für das spätere "Ich hab's ja gesagt" der Verunsicherten, die aus einer Schwäche eine Tugend fälschen wollen - kann zum Nachteil gereichen. Aber darüber entscheiden die Sterne, nicht subjektive Handlungspräferenzen oder Lebensweisheiten. Es gibt keine Garantien für die Zukunft. Menschliches Kalkül baut auf begrenzten Mengen an Information auf, die individuell verarbeitet werden. [...]
Freitag, 20. Oktober 2023
nt
Am Freitag, 20. Okt 2023
Bitte hier:
RV 336, II. Aria und auch und besonders den darauffolgenden III. Satz, Allegro.
Las avispas y yo, nos comemos las ultimas manzanas. Der Rest taugt dann noch für den Komboscht oder für Mus.
It came to my notice lately: Wut ist nicht nur meine Reaktion auf (unausweichliche) Scham, sondern gelegentlich auch auf (unausweichliche) Trauer, und ich will nichts mehr davon. Trauer, Schuld und Scham - das Gefühl, das keiner richtig gut kennt, weil man ihm von Haus aus immer aus dem Weg geht - ich hab genug davon. Sollte es sich nie lösen lassen, bleibe ich den Rest der Zeit bei Wut. Wut hält am Leben. Es ist in dem Zusammenhang sehr interessant zu sehen, wie Regierungen auf die Wut des sogenannten Souveräns reagieren: Mit Hohn und Bestrafung, wie Eltern der Nachkriegszeit.
Now this maybe a matter of projection on my part, aber mir scheint, mit dem Trio Scham, Schuld und Aggressionslenkung lässt sich ein ganzes Volk kontrollieren. Überlade ein Volk mit Anklagen (hier zählt tatsächlich die schiere Frequenz und die verkündende Autorität - ob Wanderprediger oder Staatspräsident) und beschäme es so lange mit Sünden, bis es den Scheiss internalisiert, sich schuldig fühlt und in die Autoaggression verfällt, in seinem Selbstwert permanent destabilisiert, gerettet nur durch Konsum, Zerstreuung und präsidiale Sonntagsreden aus der Perspektive eines Schein-Wirs, welches gelobt, den Rückfall in die alten Sünden nie wieder zuzulassen, die Sünden dabei aber immer wieder evoziert und so verhindert, dass die Wunde der Schuld jemals schließt. Dann wird es immer, zu jedem Zeitpunkt, nach Befreiung, nach einem Ausweg aus der Schuld suchen, nach einer Möglichkeit, Aggression von sich selbst weg und auf etwas anderes umzulenken, z.B. ein Feindbild, und dafür - jetzt kommt's - jeden zivilisatorischen Wert verraten.
Sag den Menschen, es gäbe da einen Bösewicht, der tue die unaussprechlichsten Dinge, und unterschlage die eigenen Sünden - sie werden dir beipflichten, wenn in Aussicht steht, ihre Schuld durch Einstimmen in die Anklage und Bestrafung des noch böseren Bösewichts einem Anderen aufladen zu können und sich auf die Seite des Guten zu stellen. So eröffnet sich eine Gelegenheit, einen Teil der Autoaggression nach draußen zu entlüften. Das merken die Menschen aber nicht, weil Aggression gegen Böses ja Teil der Lösung und deshalb erlaubt (legitim) ist. Höhere Gerechtigkeit, jawohl! Mehr Ablasshandel als Schuld und Sühne. Der darin enthaltene moralische Relativismus, dass der gute Zweck jedes böse Mittel heiligt, wird unbesehen in Kauf genommen, weil er mit Belohnung lockt: Du kannst deine Schuld mindern, indem du dabei hilfst, die noch Schuldigeren zu bestrafen. Kreuzrittertum? Du gehörst dann zu den Rechtmäßigen, es geht schließlich um die Durchsetzung des Guten auf der Welt. Wer hat uns das gelehrt? Hollywood. Die Sorte von Film, die ein gutes, abgerundetes Gefühl hinterlässt; wenn das Böse am Ende physisch vernichtet wird, und mit ihm jeder Rest an Zweifel. Böse Aggression wird mit guter Aggression bekämpft. Das muss man dann schon verstehen, schließlich ist der Bösewicht derart böse, da helfen nur extreme Mittel (narzistissische Bettnässertypen machen da noch eine Realisten vs. Träumer-Distinktion draus). Wir haben das viel gelesen, verstärkt seit 2014 (und immer mit im Gepäck: Das Verschweigen vorangehender Ereignisse): Dass es Kräfte gäbe, die verstünden nur die Sprache der Gewalt. Da sei Verhandeln zwecklos. - Die so beigebrachte Entmenschlichung haben wir widerstandslos geschluckt.

Über 70 Jahre deutsche Vergangenheitsbewältigung, schöne Sonntagsreden, die wir vollmundig abgenickt haben, weil der Sonntagsbraten saftig war - die Quittung: Wir sind immer noch unmündige, leicht verführbare Barbaren, wieder auf der falschen Seite der Geschichte. Tja, wenn die Hamas so fies angreift, muss man schon verstehen, wenn das israelische Militär jetzt das halbe Freiluftgefängnis bombardiert, mit dem erklärten Ziel, Schaden anzurichten, unter anderem mit Phosphorbomben, die sich besonders hübsch im Einsatz gegen Personen machen. Dass da dann auch Krankenhäuser und Universitäten mit hops gehen, hmja, das ist nicht schön, aaaber das muss man dann schon verstehen - die Morde und Geiselnahmen der Hamas ("Teufel aus der Hölle") waren schließlich noch viel schrecklicher, als wenn eine militärische Bombe in ein Wohnviertel einschlägt und kleine Kinder in Fetzen reisst. Die werden sowieso später alle Terroristen, wieso also warten? Rechne deine bösen Taten gegen die bösen Taten der Anderen auf; Rekorde werden aufgestellt, um gebrochen zu werden, Hauptsache, es sind die Guten, die den Rekord brechen. Jede Kritik muss im Überschwang ehrbarer Gefühle verstummen, wenn der Gerechtigkeit solcherart Genüge getan wird; etwa, dass man Bibi schon vor 2007 nachsagte, ohne die ständige Bedrohungslage durch die Hamas politisch gar nicht überleben zu können, weil er innenpolitisch unfähig sei und nur als starker Mann sein Ansehen erhalten könne. Oder dass der israelische Geheimdienst, der als einer der fähigsten der Welt gilt, die Vorbereitungen auf den großen Sturm nicht bemerkt haben willl, was einem Wunder gleichkommt. Umso mehr, als Israel von Ägypten Tage vorher unmissverständlich gewarnt wurde. Wir kennen solch merkwürdiges "Behördenversagen" von vielen anderen Fällen.
*
Haie. Bertchen erzählte kürzlich am Frühstückstisch: Von einem großen Hai habe er geträumt. Im Wasser sei er getaucht (Was denn für ein Wasser? Wie ein See oder wie das Meer? - So wie das Meer.) und plötzlich sei der Hai dagewesen. Wie denn das Wasser war, durchsichtig oder dunkel? Durchsichtig. Aber er ist dem Hai entkommen, das hat mich echt gefreut. Ich bin meistens vor Schreck aufgewacht.
Glaubt man das? Was alles vererbt wird? Goes without saying, dass ich ihm von meinen Haien nie erzählt habe. Schwester hat diesen Traum ja auch. Wie ist das möglich? Aufregend auch, weil ich kürzlich träumte, ich liefe mit ihm einen gleichmäßigen, stillen Strom entlang. Der Himmel war bewölkt, das Licht morgendlich, vielleicht lag in den Auen etwas Nebel. Wir betraten eine Holzbrücke ohne Geländer, die sehr niedrig über dem kühlen, sauberen Wasser lag, und legten uns auf den Bauch, um das Wasser berühren zu können. Eine Vielzahl von Fischen, darunter schlangenähnliche Aale, kam an die Oberfläche, als wollten sie darauf schwimmendes Futter mit ihren Mäulern absammeln; ich wollte, dass Butzbert einen mit der Hand fängt (er war begeistert). In diesem Augenblick kam ein Auto, um die Brücke zu passieren; eine Frau mittleren Alters saß darin. Wir mussten aufstehen, um ihr Platz zu machen.
*

Eine böse Konsequenz des Tochterhabens ist: Es erschwert Phantasien über junge Bettgespielinnen. Die Ende-20jährige Sorte, die offen für Dreckiges und noch lebensunkundig genug ist, um immer schön viel Fragen zu stellen; die mit ihrer Unverbrauchtheit/Formbarkeit verheirateten Mittvierzigern in ihrer verfrühten Sinn- und Identitätskrise das verlorengefühlte Quäntchen Vitalität zurückgeben soll, das sie an Kindererziehung und Routineehe veratmet haben. Diese Nymphen mit ihren ungeküssten Giraffenhälsen sind ja auch irgendjemandes Töchter. Was zur Frage führt: Wie würde mir gefallen, wenn irgendjemand meine Schilde später mal so handhabt? Solche Gedanken sind dem Reiz ganz unzuträglich.
*

Es bleibt ein unaufhebbarer Widerspruch: Männer sind zutiefst gespaltene Wesen. Frauen haben sogar eine eingebaute Spalte, aber bei Männern liegt eine der beiden Wesenheiten viel stärker im Konflikt mit den Segnungen der Zivilisation als bei Frauen, und nur eine der Seiten ist ganz zivilisationstauglich, bei Frauen sind es beide. Ach, zwei Seelen in meiner Brust! - Wrong. Nur eine davon ist Seele. Männer sind einerseits Viecher, neandertalische Triebwesen: Entfielen alle Segnungen der Zivilisation, Kultur, Moral und Erziehung, verflüchtigten sich auch alle epigenetischen Beißhemmungen innerhalb von längstens drei Generationen, und sie würden jeden Konflikt wieder mit dem Recht des Stärkeren entscheiden: Totschlag und Vergewaltigung, Alphatiere allenthalben. Diese Natur, die unter zivilgesellschaftlichen Bedingungen nicht auf ihre Kosten kommt, manifestiert sich dort in Sadismus und Faschismus. Der unzureichend zivilisierte Mann ist eine Landsknechtsnatur, und sicher, die Epigenetik kann dem einen Riegel vorschieben (oder das Gegenteil bewirken): Lass eine Familie über fünf Generationen Beamte, Geistliche, Berufsmusiker sein, und eine andere fünf Generationen lang Bauern unter archaischen, kargen Bedingungen, meinetwegen Tiroler Alpen um 1700 rum. Das wirkt.
(Bitte hier, bitte gleich. Niemand kann Vivaldi wie Alessandrini; man kann seine Platten unbesehen kaufen. Und RV 129 ist unter Vivaldis frühen, reiferen Concerti das großartigste)
Oder lass einen Krieg über ein Volk kommen. Die Traumata der Heimkehrer und deren Weitervererbung, wenigstens ihrer Rudimente, versauen den Genpool bis in die vierte Generation. Das geschieht gerade in der Ukraine. Sowas gibt dem älteren Wesensteil das Primat zurück, das er solange innehatte, weil im Krieg seine Antworten gefragt sind. Die Kinder, die dann nach dem Krieg geboren werden, kriegen es ab.
Neben der Drecksau wohnt im Manne eine empfindsame, verletzliche Seele, die unter den Bedingungen der Nachkriegszeit (man nehme durchindustrialisierte Wohlstandsgesellschaften ins Auge) meistens eine Buben-, also eine Kinderseele bleibt, allein schon, weil die Entwicklungsprozesse der Drecksauhälfte nicht, nie, bis zu Ende durchexerziert werden können, weil die Zivilisation die dafür nötigen Einrichtungen über den Mann hinweg für überwunden erklärt hat. Geschieht es dennoch, wird das Individuum in der Regel zum Kriminellen. Es bleibt also nur der evolutionsbiologisch neuere Teil, Seele und Verstand. Diese Seele hat ein überwältigendes Bedürfnis nach Liebe, Schutz und Vergebung, bevorzugt von Mama, was beim Mann umso kläglicher durchschlägt, als seine Mutter nicht nur unter bestimmtem Vorzeichen Blaupause für zukünftige Gespielinnen ist, sondern die erste Frau in seinem Leben überhaupt. Diese Bedürfnisse sind gesellschaftlich unproblematisch, also erlaubt, aber sie geraten in Stellvertreter- und Konkurrenzkonflikte mit den unerlaubten.

So bleibt ein nach Gesellschaftsnorm funktionierender Mann auf ewig eine domptierte Krüppelnatur im Ungleichgewicht, die immer Zuckerchen kriegt, wenn er (sic) sich auf die artige Seite rollt. Natürlich nicht umsonst: Verwertet er brav seine Arbeitskraft und lässt sich ausbeuten, akzeptiert einen Grundkanon an gegebenen"Werten" und Tabus, erhält er für sich und seine Lieben Schutz, Rechtsgarantien, Infrastruktur und Konsum, potentes Mittel zur Betäubung seiner Unfreiheit, sowie glaubhafte Illusionen von Teilhabe, Selbstbestimmtheit und Permanenz; er muss sich körperlich nicht schinden, hat Freiräume, man lässt ihn gewähren, solange er nicht brandschatzt, mordet, vergewaltigt. Auch, wenn er verheimlicht - sogar vor sich selbst - dass er am liebsten alle, die ihm im Weg stehen, vernichten und jeder Frau Gewalt antun würde, die sich nicht fügen mag. Do you dream of sex and violence? - Aber kein Stück!

Dass er neben der Drecksau auch gerne sein Gesichtchen im Schoß einer Frau vergräbt, die seine Mama vertritt, ist kein Widerspruch. Auch nicht, dass er, dort einmal angekommen und seines emotionalen Bedürfnisses entledigt, direkt an Vötzeleck denkt. Och, wieso denn nicht? Wenn mann schon mal vor Ort ist. Nein, beide Seiten wohnen in ihm und wollen ans Licht der Welt; die Sau und die Jungenseele, die an Mamas Schoß Vergebung sucht. Niemand weiß das besser als Prostituierte, die Sonderwünsche erfüllen.
Und sicher, Beamte und Bauern. Keineswegs. Durchaus. Meine Herrschaften: Epigenetisch. Kulturell bedingt - er-ledigt. Verurteilt. Verworfen. Kein Wort mehr.
- In meinem Fall ist zentral-/westeuropäisch angestammtes (ca. 4 Jahrhunderte lang) Handwerker-, Unternehmer- und Beamtenblut (Schwerpunkt) auf südeuropäisches (und wer weiß, evt. nordafrikanisches) Insulaner-, Bauern-, Hirten- und Seefahrerblut in die Schleuder gedotzt worden. Das Ergebnis ist vital, gesund, athletisch, wird als ansehnlich und intelligent gehandelt, aber als Gesamtentwurf ganz inkonsequent. Was mir bleibt, ist Verachtung für den Inzestcharakter geradlinigerer Blutlinien, und viel Neid darauf, wie gut diese Menschen im Optionskorridor ihrer Lebensentwürfe klarkommen. Da kann ich viel spotten, was das für eine inzestuöse Bande ist (und das ist sie, und der Stumpfsinn der Pate ihrer Kaltschnäuzigkeit).
*
Der Alte hat auf jede große Frage eine Antwort. In der Regel stimmt die auch, sofern ihm der Zwang zur Selbstrechtfertigung nicht dazwischenpfuscht. Das beeindruckt mich, seit ich bemerke, dass sich mir ähnliche Themenkomplexe auftun, die es zu bearbeiten gilt. Liebe, Familie, FickiundFotzi, die Bedürfnisse einer Kinderseele, Geschlechterrollen, angemessene Abgrenzung, Toleranz - er weiß, worauf es ankommt oder hat pragmatische Grundsätze. Womöglich sind es auch nur familiär tradierte Erzählungen, die uns gleiche/ähnliche Themen auftragen. Aber die Perspektive gefällt mir nicht, das fühlt sich so unfrei an. Schildi sagt das so oft: Dies und jenes fühlt sich so und so an. Sie sagt auch: Gell, Papa, kacken fühlt sich schön an. Und ich gebe ihr natürlich recht.
Hat sie für mich gemacht. Sie lädt mich dann zum Kuchenessen ein. Vor kurzem, als sie im Kindi Zoff mit ihrer besten Freundin hatte, hat sie ihr neues Haus unter dem Schmetterlingsflieder bezogen. Dort hat sie mir den ersten Kuchen gemacht und mir erzählt, dass sie ein Auto gekauft hat (ihr Fahrrad) und wie teuer es war. Ich wollte eigentlich Unkraut jäten, aber ich habe immer ein schlechtes Gewissen, weil ich zu wenig mit den Kleinen spiele. Zum Abschied hat sie geflötet: Tschüs! Du darfst bald wiederkommen. Dann back ich dir wieder einen Kuchen.
So ist das nämlich: Hier spielen meine Kinder im Garten und pflücken Blumen und Früchte, woanders werden Kinder totgebombt - und die Medien werben um Verständnis. Ich und Pold, wir ringen mit der Rechtfertigung, das zu ignorieren und uns über unsere Kinder zu freuen.
Die Unvernunft ist grenzenlos.
Das Land, die Welt ist im Arsch.
Ich denke an N.: Einzig als ästhetisches Phänomen ist die Welt gerechtferigt, und suche moral redemption in Vivaldis Concerti per archi.
Turning and turning in the widening gyre
the falcon cannot hear the falconer;
things fall apart; the centre cannot hold;
mere anarchy is loosed upon the world
the blood-dimmed tide is loosed, and everywhere
the ceremony of innocence is drowned;
the best lack all conviction, while the worst
are full of passionate intensity.
Surely some revelation is at hand;
surely the Second Coming is at hand.
The Second Coming! Hardly are those words out
when a vast image out of spiritus mundi
troubles my sight: somewhere in sands of the desert
a shape with lion body and the head of a man
a gaze blank and pitiless as the sun
is moving its slow thighs, while all about it
reel shadows of the indignant desert birds.
The darkness drops again; but now I know
that twenty centuries of stony sleep
were vexed to nightmare by a rocking cradle
and what rough beast, its hour come round at last
slouches towards Bethlehem to be born?
Freitag, 22. September 2023
Verfehlte Heimsuchung
Am Freitag, 22. Sep 2023
Gregor Heuschreck war ein Kind aus gutem Hause. Er hatte den Wunsch seiner Eltern nach einem Jurastudium ignoriert. Was kümmerte es ihn, welche Vorschriften man dem gemeinen Käferling auferlegte? War nicht alles Rechten und Richten chimärenhaft, ein dünnes, löchriges Korsett über dem Puls des Lebens? War nicht alle Durchsetzung des Rechts nur kurzatmiger, hemdsärmeliger Triumph gegen Gott und Instinkt?
War nicht bürgerliche Rechtschaffenheit bloß kodifizierter Ausdruck des Vorrechts einer habgierigen Elite naserümpfender Ausbeuter (zu deren Ringküssern er seine Eltern zählte), die das Alltagsgewurschtel des gemeinen Käfers nur darum zur Subalterne verklärte, um die eigene Abgehobenheit zu adeln? Sein Interesse galt nicht den Höhen und Tiefen wiesengesellschaftlicher Hierarchien.
Tiefe Sehnsüchte durchströmten Gregor. Manchmal, wenn die sommerlichen Regenvorhänge den Wind vor sich hertrieben, streiften moschusschwere Düfte seine Fühler, die eine Aura entschwundenen Glücks in ihm hervorriefen; verschwommene Bilder erlebnisreicher Sommernächte im Halbdunkel, die er scheinbar in einem früheren Leben gehabt hatte. Gar zu oft, wenn er des späten Nachmittages am Saum eines Reitgrases knabberte, drang von den Blütenfeldern rhythmisch das Dröhnen und Stöhnen der Nektargelage und Paarungsorgien zu ihm durch, ließ sein Blut schneller fließen, erzeugte Bilder des Aufbruchs und der Entgrenzung, der Aufhebung hinfälliger, starrer Ordnungen, des Abstreifens überlebter Hüllen, der Vernichtung vergeistigter Individuation im Rausche.
Traurig versteckte sich Gregor im Gefieder der Farne und sah aus der Ferne zu, wie das Leben die Gefäße der Anderen schwellen ließ, ihre Gliedmaßen ihrem Ziel und ihre Gehirne dem Zenith zuführte.
Zur Teilnahme an solchen Veranstaltungen konnte er sich nicht durchringen. Eine geheimnisvolle Macht zog ihn zurück wie ein im letzten Drittel verknöcherter Muskel, der sich nicht zu voller Extension öffnen ließ; das Hindernis war indes kein körperliches.
Und so blieb Gregor ein Grenzgänger, ein Halbweltler mit Doppelleben, wenn man so will, der es aus Sicht seiner Eltern an Etikette fehlen ließ, weil er sich in der Nähe von Misthaufen und in der Begleitung von Fleischfliegen und anderen Koprophagidae sehen ließ; wenigstens gingen solcherlei Gerüchte um. Von derartigen Ausschweifungen abgesehen blieb er ein braver Käferling, der seinen Aufgaben nachging, pünktlich zum Gesangsunterricht erschien, die morgendliche Toilette nicht vernachlässigte und die Nachbarn der Schrebergartengesellschaft höflich grüßte.
Glücklich war Gregor nicht. Der Spagat zwischen zwei Welten kostete ihn Kraft, die Heuchelei konnte er kaum verwinden; es zerriss ihn innerlich, eine glänzende Oberfläche präsentieren müssen, hinter der tiefe, nur in Ahnungen ergründete Mächte ihren Tribut unerbittlich einforderten. Gab er dem Sog nach, fühlte er sich dabei beobachtet. War ihm das anzusehen? Zugleich stellte Gregor, von den perversen Einflüsterungen jener Abgründe fortgesetzt heimgesucht, fest, dass die bestehende Ordnung ihm Halt gab, sein Zutrauen stärkte, die Welt zu seinem Vorteil und Fortkommen lenken zu können. Bestärkt wurde er darin durch den schauderhaften Anblick der Hüllen abgelebter Artgenossen, die nach Erfüllung ihres Zwecks mit gekreuzten Beinchen auf dem Rücken liegend die Trampelpfade der Wiesen versperrten.
Gregor fand seine Bestimmung auf dem Rand einer Plastikgießkanne, einem menschengemachten Ding. Die Homogenität des geruchslosen, nicht verzehrbaren Materials bescherte ihm Frieden, schirmte ihn ab gegen die erdrückende Anomie des ihn umgebenden Gekreuchs und Gefleuchs. Auf dem Hintergrund des satten, gleichmäßigen Grüns fühlte er sich behütet; das Gefühl der Vollständigkeit folgte in kurzem Abstand.
Oh wonnevolle Ordnung! Auf einer Hochzeit kann man nur nur tanzen. Nur in der Einheitlichkeit, dämmerte es Gregor, liegen Struktur, Sicherheit und Kontinuität. Im Dschungel mögen sich die Säfte Aller vereinen, das ist zweifelsohne freudenreich. Im Zwielicht bodennaher Milieus mag Heimlichkeit dem Stelldichein zwar Gelegenheit verschaffen, aber wenn der Preis für einen Augenblick höchster Entgrenzung der Tod ist, ist dann die Blutlosigkeit als Preis des Friedens nicht der vorzuziehende Trost? Und war nicht auch das Verschwinden des Chamäleons auf seinem Hintergrund eine Entgrenzung, entzog es sich nicht Tod und Verderben durch Unsichtbarkeit? Nun denn, es sei!
- So kam es, dass Gregor ohne Nachkommen blieb und ein zurückgezogenes Überleben in Frieden, Vergeistigung, materieller Sicherheit und hohem Ansehen führte bis an sein Ende.
Samstag, 17. September 2022
Ebbe-Ellerie
Am Samstag, 17. Sep 2022
Patisserie, Boulangerie, Ebbe-Ell-erie. Da werden dann ulkige kleine Brötchen in Tierformen verkauft, designed by Schildi. Ich bin für die Einrichtung von Ebbeellerien in jeder Stadt und jedem Dorf, und Schildi kriegt auf jedes verkaufte Brötchen Prozente
(Es ärgert mich schon: Man hat das schönste Kind der Welt und kann nicht mit ihm angeben, weil man fürchten muss, dass irgendein Kaputter sich drauf fixiert. Die Vorstellung stört, egal wie weit weg und anonym das vonstatten gehen mag)
Schildi sagt nicht mehr Ebbe-Ell, sondern Isabell. Und sie sagt nicht mehr widdudebiern Papa?, sondern wisstuprobiern, Papa. Sie singt: Heut ist ein Fest bei den Fröschen am See, Wald (Ball) und Konzert und ein großes Filet (Diner). Quak, quak, quak, quaaak, (Oktave tiefer) quak, quak, quak, quaaak. Bert singt auch "Wald" und "Filet". Pold weiß, wo sie das herhaben; von einem Grillfest, weil bei uns gibt's keine Filets. Eigentlich nie. Oder so gut wie nie, und wir sagen nicht 'Filet'. Wir sagen 'ein schönes Stück Fleisch'.
Ich sollte gerade den Stall für die Tschilpereses bauen, sollte ich eigentlich immer, so lange, bis er eben gebaut ist. Aber schreiben fällt ja auch unter Reha. Der Rehamensch hat mir das 10-Finger-System nahegelegt. Ich soll ganz viel "Das eine" schreiben, mit links. Ficken mit links. Ich bin so underfucked, aber ich fühl mich so unschön. "Ich hab sechs Monate bumsen nachzuholen", drei Männer und ein Baby, 1985, die Szene, als Marie von ihrer Mutter abgeholt wurde und die drei in ihre Wohnung zurückgehen (Roland Giraud in einer Glanzrolle, sensationelle deutsche Synchro). Und sonst so? Das eine, eigentlich Das Eine, Das Eine, DasEine, Das Eine, das dauert im Ernst 3 Sekunden, DassEine zu schreiben, ohne Korrekturen. Sapperlot geht leichter. Sapperlot! Sakrament no amol, Himmelherrgottsakrafix, Heilandzack, Hurenhagel, verfluchte Scheiße!!! Sakrafix. Sie blede Urschl. Schön ist das. Es gibt irgend eine Studie, die erkannt haben will, dass Fluchen guttutjaachnee. Warum dafür ne Studie, man weiß es nicht. Die Praxis ist erklecklicher.
Hach, waren die so schön - "Mayflower". Letztes Jahr gepflanzt (vorgezogen, um die 50 Stück), dieses Jahr erste richtige Blüte. Haben geblüht von Ende Mai (suboptimaler Standort) bis Mitte August. Jeder sollte so ne Insel (oder viele) aus Margeriten haben. Jeder hat sein Leben ganz zu leben, Dutschke.
Sou scheyn, im Mittags-Gegenlicht. Meine Kinder schaukeln im Sommer über diesen Margeriten
Es gibt beim Tastaturschreiben eine klar bestimmbare, diskrete Trennlinie zwischen aktiv kortikalem (was ich grad üb) und subkortikalem Tippen (wo ich wieder hinwill). Gar nich ach nee. Merkt man erst, wenn einem ein Teil der Birne abgeschossen wird. Ein Körper, der tut, was man will, ist was herrliches, Finger, die eine Zigarette halten können, ohne sie im Tremor fallenzulassen, sind toll. "Intentionstremor", "Dysdiadochokinese." Und ich kann noch Links einfügen. That's cool, that's cool.. Ein Leben ohne Schmerzen ist auch der Wahn, ja du lieber Gott. Man weiß das erst, wenn man mal aus einem richtig üblen Kater aufgewacht ist und über Zeit viel Aua hatte. Erinnert mich an einen bettelnden Mann in einer Unterführung in Meersburg, irgendwann späte Neunziger, der, als ich an ihm vorbeiging, sang: Man muss erst in der Scheisse stehen, um einmal wieder Land zu sehen.
Ganz bitter hingegen ist, dass Op. 25 No. 1, wenn es nicht grad "kurz vor der Vollendung" stand, so doch recht passabel klang, als es Plopp gemacht hat; hat mich gut ein halbes Jahr gekostet und ich fand mich hinreichend beeindruckend. Ich wollte es bei Ulrich am Kawai an der Fensterfront zum See zu spielen. Diese Stelle ist so schön, wie das Leben sein sollte; so sollte es sich anfühlen (Beatrice Rana is like totally flott, nicht nur wegen dem Äbtissinenblick; sie zeigt, dass man wundervoll spielen kann, ohne dabei ständig zu schauen, als müsse man einen unvorhergesehenen Orgasmus im 5-Sterne-Restaurant auf den Genuss des Deserts schieben. Alles Selbstvermarktung). Wegen dieser Stelle und dem furiosen Finale hab ich es gelernt, Böööb. Ich bin finster entschlossen, da wieder hinzukommen. Hilft ja alles nichts. Der Weg dahin wird steinig, ich kann mit Links (ja klar substantiviert; es, "das" Links. Mit Links) Stand heute nicht mal nen Pfannkuchen wenden.(Unglaublich schön ist übrigens auch das hier. Es ist verkehrt, das Piano mit jemand anderem zu besetzen als Nina Simone selbst, wenn sie singt, es ist trotzdem einige Male geschehen.)
Schnittlauchblüten sind auch sehr hübsch.
Schuberts Impromptus D899 sind gute Musik, um aus Nachmittagsträumen aufzuwachen. Grade aus verstörenden Träumen, grade der erste Satz, der schließt unmittelbar daran an. Dann Tee. Und vielleicht ein Garettchen. Der dritte holt einen dann zurück: Das Leben hat mehr zu bieten als mysteriöse Untiefen, das Glück und das Schöne sind greifbar. Britzel sagt, ihre Träume kosten sie Kraft. Dass man danach den Rest vom Tag dem Traum nachhängt?, frage ich. Nein, das Träumen an sich, sagt sie. Ich verstehe nicht. Die Schwere des Traums kommt ja nach dem Aufwachen und besteht darin, dass man einer Sehnsucht oder sonst irgendeinem überstarken Gefühl nachhängt, deren Ursprung im Traum transparent erschien, sich dem wachen Verstand aber verschließt.
Britzel im Tomatenglück. August
Luxus ist unter anderem, beim Nachhausefahren keinen Drängler hinter sich zu haben, der schneller fahren will. Weil, die Strecke Vogt-Karsee isch schee, und ich bummle gern und schaue mir die Landschaft an. Und höre Bach und Schubert, or whatever floats my boat. Ich fahre wie der letzte Opa, im 5. (mehr hat mein Töff nicht) bei 65 über die Landstraße, weil das ist gemütlich und spart Schibirit.
Mein Rekord liegt bei 3,7 auf 100 auf dem Heimweg, zur Arbeit 4,6. Und ich nutze jede Bushaltestelle und jede Bucht, um Schnellerfahrenwoller vorbeizulassen. Ich bin so ein Erz-Penner. Aber nach der Arbeit habe ich keine Lust mehr, mich weiter schubsen zu lassen.
Old German ist köstlich.
Bert sagt, er will, dass der Himmel immer bewölkt ist, "weil ich dann so ein gutes Gefühl hab". Er sagt es genau so, und ich weiß genau, was er meint, ich erinnere mich an diese Tage, im Sommer wie im Winter. Ich verstehe es nicht, aber ich erinnere mich, wie es sich angefühlt hat. Es ist so irr, dass sowas vererbt wird. Der Unterschied zwischen ihm und mir ist nur, dass er es artikuliert und damit rechnet, dass er Resonanz erfährt.
Kellog's Breakfast auch. Kommen beide ins feste Inventar
Und der Unterschied zwischen damals - Spätsiebziger und Frühachtziger - und heute ist, das sich damals alles nach Wohlstand und Sicherheit anfühlte - man konnte es atmen, in all den schönen Häusern der gebildeten Bürgerschicht Süddeutschlands, auf der Straße, in der Schule, sogar auf dem Feld - und man heute spüren kann, dass alles zum Teufel geht. Und der Teufel sitzt in DC (nicht in Moskau) und versteckt sich hinter Strohmännern und Drecksblättern. Dochdoch, so einfach ist es.
Luxusprobleme, die man haben dürfen sollte:
She said a good day
ain't got no rain
she said a bad day's when I lie in bed
and think of things that might have been
Es ist shocking und appalling: den kommenden Generationen wird dieses Recht auf Luxusprobleme nicht gewährt werden.
Nostalgie ist aktuell nicht nur erlaubt, sondern dringend geboten. Es braucht Menschen, die erlebt haben, dass das Leben mal gut war, weil sie wissen, dass es so sein kann - dass die Welt so eingerichtet sein kann, dass Mehrheiten es gut haben, der "bescheidene" Wohlstand. Nur diese Menschen, fürchte ich, werden sich wehren. Die unmittelbaren Nachkriegsgenerationen sind abgesackt, die werden nichts wuppen. Die genießen ihren Wohlstand, sind tablet-verblödet und denken - selbst als Opas und Omas - nicht über ihren zeitlichen Horizont hinaus. Die Generationen der 2000 sind ein eigenes Themas, jedenfalls werden die auch nichts richten, sie sind Sklaven wie keine Generation vor ihnen.
Jedenfalls sollte das Leben davon handeln, Schubert zu hören und mit schönen Kindern in Sommerkleidern in lauer Abendluft trockene Feldwege zu gehen, an deren Rändern Klatschmohn und Wegwarte wachsen. Fellow Earthicans, vergeudet nicht Eure Zeit: Das Universum ist indifferent, es gibt keine Bonusrunde - hört Schubert (Streichquartette, Klaviersonaten und Impromptus), Bach (Concerti und Trio-Sonaten) und Chopin (alles, vor allem Etüden und Balladen) (das alles sind zivilsatorische Höchstleistungen! Heute sind sie für jeden zugänglich), futtert fein, gegen Ungeficktheit hilft hinreichendes oder ausgiebiges Vögeln, lest gute Bücher (es gab vor uns schon richtig schlaue und einfallsreiche Köpfe; Demut ist angesagt) und schlaft viel, verbringt Zeit in lauschigen Gärten mit wilden Ecken, arbeitet mit Euren Händen, summt Eure Lieder für Euch allein. Schlaf erhöht die Lebensqualität, er schärft den Verstand, die Sinne und erhöht die Resilienz. Und dehnt Eure Bänder.
Superignorant, wo bist du? Wahrscheinlich irgendwo in Asien. Du könntest wieder schreiben. Ich hab dich gern gelesen.
Donnerstag, 21. April 2022
Knatterone
Am Donnerstag, 21. Apr 2022
Ron rENNron Rönchen Pupsron Schildron Schilderone
Schildi wilde Hilde zarte Schilde frechhhe Tilde hübsche Wilde
Schilde Belle, wie "Schill de Belle".
Schildi hat viele Namen.
Heute Rote Bete gesät Direktsaat
Vorziehen ist komplett überflüssig
Matthias war da
Es gegt ihm gluab ganz gut
Hat Mist mitgenommen
hab mihm eine echinacea mitgegeben
haben kaffwee getrunken unf gewbauchpinselt
rosens kind wird wohl behindert sein
viktor
seinr gottlose mutter musste ja die gsnze schwangerschaft durch rauchen.
es tut mir so lrid
er hatte keine chance gegen die einsamkeit und perspektivlosigkeit seiner mutter
ich bin so nah am wasser gebaut immer noch
muss heulen wenni ch dden Kindern Varenka vorlese
oder schön e mnusik höre
Böööb
die kleinen sind tapferer als ich
poldili sagt mein hirn arbeitet schwer
die benachbarten module ,mpüssen die arbeit des ausgefallenen übernehmen
Am Sa wird derMistHaufen geleert
da kann ich schon mithelfen
Verrottuntsgrad isr grad ideal
4 Monate angerottet
irre Wurmdichte
es wurmt und wuselt auf der schippe
ein traum
morgen noch dn beinwell mit rotte eindecken
stauden hab gut gekeimt
bin so gespannt auf heliopsis burning hearts
lauch und mais kommen auch
von dorle küchdnscchelle und balkan-windröschen gekriegt
und kaninchenmist
super potentes zeug irre mengen an kali und stickstoff
will mehhr davon
tomatis kommrn gut
vielleivht klappt es dieses jahr mit old german und de barao
die kommt dieses jahr ins gewächshaus
wie die negro azteca
hab keine samen mehr mussa vermehren
birdman isr dwer ergreifendste film den ich in den letzten 20 jahren gesehen hab
nicht nur weil ich plärrig bin
der protagonist ist sensationell gescheitert
und innaritu vergibt ihm
er lässt ihn irren und scheitern unjnd ihn einen depp sein
und er fgibt ihn trotzdem nicht auf
er hat ihn gern er verzeiht ihm
das ist wunderschönn
i can so relate to him
seinrr egozentriertheit, seiner unreife, seinem nsarzissmus. dem verwechseln von anerkennung und zuneigung. ztypoisch männliche seelenkrankhdeiten.typisch ist schwer zu schreiben
schildi zeigt auf felix und sagt den mag ich nicht
das Haus in gr. tät mir gefallen
über 1000qm Garthen
aber stillzu tezuer
eigentlich hättivh auch gern zwei hektar
but i dont have this kind of money
wie kriegt man das
mich dauert wi ich jetzt auf frauen wirke.
man sieht mir an, ich wirke mitleiderregehnf.
ich spüre diese rolle und fülle sie aus. kanbn mich kaum dafgegen wehren.
unter anderen umständen hätte ich die rothaarige pflegerin gekriegt und gefickft. si e roch wunderbar
nin mnüde
morgen ergo
Schildi wilde Hilde zarte Schilde frechhhe Tilde hübsche Wilde
Schilde Belle, wie "Schill de Belle".
Schildi hat viele Namen.
Heute Rote Bete gesät Direktsaat
Vorziehen ist komplett überflüssig
Matthias war da
Es gegt ihm gluab ganz gut
Hat Mist mitgenommen
hab mihm eine echinacea mitgegeben
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rosens kind wird wohl behindert sein
viktor
seinr gottlose mutter musste ja die gsnze schwangerschaft durch rauchen.
es tut mir so lrid
er hatte keine chance gegen die einsamkeit und perspektivlosigkeit seiner mutter
ich bin so nah am wasser gebaut immer noch
muss heulen wenni ch dden Kindern Varenka vorlese
oder schön e mnusik höre
Böööb
die kleinen sind tapferer als ich
poldili sagt mein hirn arbeitet schwer
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Am Sa wird derMistHaufen geleert
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Verrottuntsgrad isr grad ideal
4 Monate angerottet
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morgen noch dn beinwell mit rotte eindecken
stauden hab gut gekeimt
bin so gespannt auf heliopsis burning hearts
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nicht nur weil ich plärrig bin
der protagonist ist sensationell gescheitert
und innaritu vergibt ihm
er lässt ihn irren und scheitern unjnd ihn einen depp sein
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i can so relate to him
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aber stillzu tezuer
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nin mnüde
morgen ergo
Freitag, 15. April 2022
login war schwierig
Am Freitag, 15. Apr 2022
alle meine entchen
ich versuche das scfhriben wiedeer zu lernen
gaa nivh soeinfachGgroßbuchstaben sind schwer
Ddie Shifttaste ist ein Motherferrrr.
Aber es wird
Meinkleiner Fingerr maacht witzige Sachen
wenn er sein deesigniertes Zieol sucht
spackt wild hin unmd her
ich glaube der Deltoideus wird njicht mehr richtig angesteuert
zeihe und ringfinhggetr sind ssao plump
40 jahre trainiert für nichts
schildi sagt ebbe-ell nich wow sagen
der pabba is ein piekseigele
sie ist das schönste kind der werllt
ulrich sagt die linke hand amn klavier ist noch da
es fehlt nur die steuertuhgssoftware
aldsso anlass zur hoffnujng
alles blühht und sprießt+
warum kajnn es nicht immer frühling seijn
ich versuche das scfhriben wiedeer zu lernen
gaa nivh soeinfachGgroßbuchstaben sind schwer
Ddie Shifttaste ist ein Motherferrrr.
Aber es wird
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wenn er sein deesigniertes Zieol sucht
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warum kajnn es nicht immer frühling seijn
